Malerei von Andrea Imwiehe

Malerei von Andrea Imwiehe

Childlike Magic

Die Bilder von Andrea Imwiehe sind Erinnerungsbilder, die speisen sich aus der eigenen Erinnerung gehen aber über diese hinaus. Ihr Anliegen ist es, eine Atmosphäre durch die Malerei zu erschaffen. Sie nimmt damit eigentlich das Wesen, die Struktur einer Erinnerung zum Anlass: Selten sind diese ganz plastisch vor uns, vielmehr erinnern wir uns an eine Stimmung, an ein bestimmtes Licht, an einen Geschmack oder eine Atmosphäre. Erleben wir diese Atmosphäre, dieses Licht oder diesen Geschmack noch einmal, kann dies der Anstoß im Sinne von Platon sein, der unsere Verknüpfungen arbeiten lässt – wir erinnern uns an bereits vorhandenes, das tief in uns verborgen war. Die Vegetation, die Andrea Imwiehe in ihren Bildern nutzt, dient vor allem dazu, diese erinnerte Atmosphäre, die Stimmung von damals wieder einzufangen und präsent zu halten. Auch hier handelt es sich nicht um ein klares Bild, sondern nur um die erinnerte Stimmung, die auch mal stark von der Realität abweichen kann. Unsere Erinnerungen sind formbar, sie verändern sich, ihnen kann etwas weggenommen oder auch etwas hinzugefügt werden. Unser Gehirn ist sogar in der Lage falsche Erinnerung zu schaffen. Es ist keine präzise Dokumentation, sondern unser eigenes Gedächtnis, das hier stetig an der Arbeit ist.

Carla Johanna Frese, Kunstwissenschaftlerin

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> Link zur Vita von Andrea Imwiehe

Dauer der Ausstellung: Dienstag, 2. Februar 2021, bis Mittwoch, 17. März 2021

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